Kommunikation - Was Deine Art zu kommunizieren über Dich selbst aussagt

Du weißt, ich stehe total auf die Macht unserer Worte.

Die Worte sind jedoch nur ein Teil unserer Kommunikation und finden sich auf der Sachebene wieder. Mit Deinen Worten, Deinem Tonfall sowie Deiner Mimik und Gestik gibst Du allerdings noch sehr viel mehr zu erkennen.

Du zeigst Dich und was Du bereit bist von Dir preiszugeben (Selbstbekundung).

Du zeigst, was Du von Deinem Gegenüber hältst und in welcher Beziehung ihr zueinander steht (Beziehungsebene).

Zudem gibst Du oftmals zu erkennen, was Du bei Deinem Gegenüber erreichen möchtest (Appell).

Na, hast Du das Modell dahinter erkannt?

Bei jeder Äußerung, die Du tätigst, gibst Du auf jeder dieser Ebenen Informationen weiter. Gleichzeitig wird Dein Gegenüber die Äußerung auf allen vier Ebenen einordnen und ihre/seine Informationen daraus ziehen.

Ich werde hier nicht nochmal den Inhalt des Kommunikationsmodells von Friedemann Schulz von Thun darstellen. Wenn Du dazu noch mehr Informationen benötigst, kann ich Dir diese Homepage empfehlen.

Mir ist wichtiger, dass Du das Wissen, was Schulz von Thun vermittelt auch umsetzen kannst bzw. in Deinem Alltag wieder erkennst. Deshalb möchte ich Dich mit diesem Beitrag für Deine Kommunikation sensibilisieren.

Schnell ist es passiert und wir haben einfach etwas aus dem Affekt heraus dahin gesagt. Das ist nichts Ungewöhnliches und wohl jedem von uns schon einmal passiert. Was ich dabei in den vergangen Jahren sehr viel beobachten konnte, ist, dass Konflikte oder Schwierigkeiten meist durch eine schwierige Kommunikation entstehen.


Nehmen wir mal ein ganz alltagspraktisches Beispiel. Du bist im Supermarkt unterwegs und Dir begegnet eine Frau, die Ihren Mund-Nasen-Schutz nicht ordentlich trägt. Genervt von all den Einschränkungen kommt Dir vielleicht direkt der Gedanke „Wieder so eine verantwortungslose Person, die es nicht schafft sich an die Regeln zu halten.“.

Du gehst auf sie zu und teilst Ihr in schroffem Ton mit: „Können Sie nicht mal die Maske ordentlich aufsetzen?“.

Die Frau ist verwundert und gibt zurück: „Oh, ja natürlich - Entschuldigung!“.

Wie fühlst Du Dich in diesem Moment? Durchsetzungsstark? Zufrieden? Oder empfindest Du doch auch etwas Unwohlsein, dass Du sie direkt so angefahren hast?

Je nachdem sagt dies schon etwas über Dich und Deine Kommunikation aus.

Lass uns mal genauer auf die Situation schauen. Was Du von dieser Person nicht weißt ist, dass sie Mutter von drei Kindern ist und nur kurz im Supermarkt ein paar Lebensmittel kaufen will. Zuhause warten ein krankes Kind und zwei Kinder im Homeschooling auf sie, für die sie noch schnell etwas zu Essen kochen muss, bevor sie wieder an den Schreibtisch geht. In der Eile und da ihre Gedanken bei ihrem kranken Kind sind, hat sie vergessen die Maske über die Nase zu ziehen. Selbstverständlich sind das Informationen, die Du in dieser Situation nicht hast und deshalb ausschließlich aufgrund Deiner Wahrnehmung handelst.

Es geht mir hier auch nicht darum ein schlechtes Gewissen zu machen, ich möchte Dich dafür öffnen, dass wir stets nur einen Bruchteil des Lebens unseres Gegenübers wahrnehmen.

Vielleicht hast Du selbst auch Angst davor Dich oder Deine Liebsten anzustecken - auch dies wirkt sich auf Deine Reaktion aus.

Besonders unsere Emotionen sind nicht zu unterschätzen. Äußerungen aus Angst, Zorn oder Trauer sind häufig von der negativen Energie der Vermeidung überschattet und führen meist zu einer Verletzung auf der Beziehungsebene.

Aus diesem Grund ist es wichtig nochmal deutlich zu machen, dass jede/r von uns immer wieder entscheiden darf, wie wir kommunizieren möchten.

Dies macht einen Unterschied - Du machst einen Unterschied!

Ich persönlich bin ein sehr emotionaler Mensch. Dies ist eine meiner Stärken - ich entscheide aus ihnen heraus und ziehe meine Kraft aus meinen Emotionen. Das Wissen darüber hilft mir zu erkennen, wann ich direkt auf eine Äußerung antworten kann und wann ich mir eine Pause nehmen sollte, um erst einmal meine Emotionen zu regulieren. Ist Dir dies bewusst, hast Du die Macht darüber zu entscheiden wie Du kommunizieren willst. Gibst Du Dich Deinen Emotionen hin oder hast Du die Kontrolle darüber?

Gelingt mir das immer? Auf gar keinen Fall!

Aber auch das ist ok! Ich bin - wie Du auch - nicht hier um bereits alles zu können, perfekt jede Technik auszuüben oder auf alle Herausforderungen sofort souverän zu reagieren.

Ich bin hier um mich jeden Tag aufs neue meinem Ich zu stellen, zu lernen, mich zu entfalten und meiner Lebensaufgabe nachzugehen.

Das heißt nicht, dass es mir oder Dir egal sein und wir es mit einem „Mhh…ich bin halt so.“ abtun sollten.

Kriege - egal ob im Großen oder Kleinen - entstehen meistens durch Missverständnisse, unbearbeitete Traumata und einem zu großen Ego. Sie schaden beiden Parteien und sind für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft und der Entfaltung Deiner Persönlichkeit hinderlich. Durch eine gute und gesunde Beziehung zu Dir selbst, schaffst Du im ersten Schritt Frieden in Dir und direkt danach Frieden in Deinem Umfeld.

Allein dafür lohnt es sich in Verbindung mit Dir Selbst zu gehen.

Der Frieden in Dir und Deinen Beziehungen wirkt sich wiederum positiv auf Dein Wohlbefinden und Deine Lebensqualität aus.

Es sind immer wieder die kleinen Dinge, die wir uns einmal genauer anschauen dürfen, um langfristig im Großen etwas verändern zu können.

Wenn in Deinem Kopf so manches Mal der Gedanke auftritt „Warum ist er/sie immer so zu mir?“ oder Du Dich immer wieder mit Missverständnissen und Konflikten konfrontiert siehst, möchte ich Dir nun ein Paar Schritte mitgeben, die Dich zukünftig in Deiner Kommunikation unterstützen können.

  1. Streiche diese Frage „Warum ist er/sie immer so zu mir?“ und wandle sie um in: „Wofür ist es gut, dass er/sie so mit mir spricht? Was darf ich (bei mir) noch entdecken und entfalten?“

  2. Beobachte Dich selbst - wie ordnest Du die Äußerungen immer wieder ein?

  3. Atme durch und reflektiere - meint Dein Gegenüber dies wirklich so?

  4. Wenn Du Dir unsicher bist - frage nach, wie die Äußerung zu verstehen ist!

  5. Spüre die Emotionen, die durch die Äußerung in Dir aufkommen.

  6. Atme! Wenn Du in diesem Moment sehr emotional wirst, nimm Dir etwas Zeit für die Antwort.

  7. Reagiere angemessen auf die mitgeteilte Information - bedenke, emotionale Äußerungen führen selten zum Ziel.

Sieh es als Spiel an und habe Spaß an Deiner Selbstbeobachtung und den Erkenntnissen, die sich daraus ergeben.

Du weißt, es geht nicht darum Dich zu optimieren sondern Dich zu entfalten und eine positive Verbindung mit Dir Selbst einzugehen.

Sei gut mit Dir!

Von Herzen

Angelina

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